„’s goht dagega“-Bilder

Unser Korrespondent schläft nicht. Teilnehmende Beobachtung nennt sich das. „Teilnahme“ sehr ernst genommen; und wieder einmal bewahrheitet sich: Wer als Narr mit Vernunftsresten aus dem Ereignis herausgeht, hat nicht alles gegeben.
Geheimbund ~ Alte Latschi ~ - View my 'deitz' photos on Flickriver

Zweifelsohne sprechen die Bilder für sich. Zwei der Fotowerke erlauben wir uns zu kommentieren, denn eine Bildbetrachtung ist durchaus im Stand, einen Erkenntniszugewinn zu liefern.

Der Deitzlinger Bär (vgl. Bildunterschrift) – Aus dem Lauf heraus geschossen liefert uns hier ‚unser Mann in der Vorfasnet‘ eine Abblichtung des seltenen und überaus scheuen „Deitzlinger Bärs“. Da kann es nicht ausbleiben, dass sich Störelemente vor die Linse schmeißen, in diesem Falle im Vordergrund zwei Parodisten des eigentlichen Objektes der Begierde. Das ist halt Fasnet.

Die Sünde „luxuria“. Der abgelichtete Fastnächtler darf ohne Umschweife als Narr auf höchstem Niveau und fundierter Kenner der modernen Fastnachtstheorie angesprochen werden. Er stellt eindeutig, darin vielen uralten Narrentypen und -figuren verwandt, die Sünde „luxuria“, die „Geilheit“, dar, und zwar in ungemein hintergründiger Art: Während der Akteur mit seinem Gesichtsausdruck gezielt vom Zentralinhalt ablenkt ist sein Fingerspiel im Dienste der „luxuria“ mehr als eindeutig und wird – dadurch herausgefordert („gekitzelt“) – genial vom Gesichtsausdruck der Larve übertroffen.

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